„Als die Hilfe kam, hatte ich mich schon entschieden. Ich sagte ihnen, ich wolle bleiben. Ich bat sie, den Ort nicht zu markieren. Sie dachten, ich würde scherzen. Das war ich nicht.“ Zwischen den beiden herrschte Schweigen, nur der Wasserfall füllte sich. „Das Stadtleben hat mir nie gefallen“, fügte Liam hinzu, jetzt etwas leiser. „Hier draußen schon.“ Er stand auf und gab ihnen ein Zeichen, ihm zu folgen. „Kommt mit. Ich zeige euch den Rückweg.“
Der versteckte Gang war genau so, wie er ihn beschrieben hatte – schmal, unmarkiert, leicht zu übersehen. Er schlängelte sich durch das Gestein nach oben und öffnete sich schließlich an der Felswand oberhalb ihres ursprünglichen Weges. Der Berg sah wieder einmal ganz normal aus. Bevor sie sich trennten, warf Nora einen Blick zurück auf die dunkle Naht im Felsen. „Bist du sicher, dass du keine Hilfe brauchst?“, fragte sie.
