Sie saßen in dem kleinen Beratungszimmer am Ende des Korridors, dessen Wände in gedämpften Blautönen gestrichen waren, um die angespannten Nerven zu beruhigen. Olivia hatte minutenlang nicht gesprochen, sondern nur langsame Kreise auf der Decke ihres Babys nachgezeichnet. Schließlich sah sie auf und flüsterte: „Hast du gedacht, er hat mir wehgetan?“
Elise zögerte, dann nickte sie leicht. „Das habe ich befürchtet“, gab sie zu. Olivias Augen füllten sich mit Tränen. „Das hat er nicht“, sagte sie leise. „Niemand hat es getan.“ Die Worte brachen etwas Schweres im Raum auf, eine Wahrheit, die sich schon zu lange gegen das Schweigen gestemmt hatte.
