Sie kümmerte sich täglich um ihren behinderten Ehemann – bis sie die Kameras überprüfte.

Im Büro versuchte Julie, ihre Arbeit zu erledigen. Sie versuchte, E-Mails zu beantworten, an Besprechungen teilzunehmen, bei Witzen zu nicken. Aber ihr Telefon fühlte sich an wie ein heißer Stein in ihrer Tasche. In der Mittagspause konnte sie es nicht mehr ertragen. Sie schloss sich in einer Toilettenkabine ein, öffnete die Kamera-App und rief die Aufnahmen auf.

Die ersten Clips waren langweilig. Marcus, der sich vom Schlafzimmer ins Wohnzimmer rollt. Marcus schaltet den Fernseher ein. Marcus verrutscht in seinem Stuhl, zieht eine Grimasse und reibt sich den Oberschenkel. Marcus starrt zum Fenster, als ob er auf etwas warten würde.