Sie kümmerte sich täglich um ihren behinderten Ehemann – bis sie die Kameras überprüfte.

Und wenn du so tun willst, als hätte ich es nicht gesehen, dann sage ich es anders.“ Sie trat näher heran und senkte ihre Stimme zu etwas Schärferem. „Ich habe sie in den Kameras gesehen.“ Marcus erstarrte. „Kameras?“ Julie antwortete nicht. Das wollte sie auch gar nicht. Sie wollte zuerst die Wahrheit von ihm hören – sie wollte, dass er aufhörte, sie dazu zu bringen, es wie ein Geständnis hinauszuzögern. Aber Marcus‘ Augen hatten sich bereits verlagert.

Er tastete den Raum ab – das Bücherregal, den Fotorahmen, den Spiegel im Flur – und sein Gesichtsausdruck änderte sich, als seine Gedanken sich wieder fingen. „Du hast hier Kameras angebracht?“, fragte er, jetzt ruhiger. „Du hast mich aufgezeichnet?“ Julies Kiefer krampfte sich zusammen. „Sag mir, wer sie ist.“ Marcus starrte sie an, der Schmerz blitzte in Wut auf. „Julie – antworte mir. Du hast Kameras in unserem Haus versteckt?“