Langsam überflog sie die Post und hoffte, dass sie etwas falsch verstanden hatte. Jede Zeile war sorgfältig, formell, ohne jedes Zögern. Daten und Zahlen starrten zurück. Nichts deutete auf Unsicherheit oder Pause hin. Die Sprache fühlte sich präzise, professionell und endgültig an, als ob die Entscheidung bereits genehmigt worden wäre, ohne Raum für Diskussionen.
Ihre Brust zog sich zusammen, als die Bilder auf sie einstürmten – eine andere Frau, ein anderes Leben, eine bereits getroffene Entscheidung. Sie stellte sich Räume vor, die sie nie betreten hatte, Vormittage, die sie nie teilen würde. Der Gedanke kam in voller Form, erschreckend in seiner Gewissheit, und doch fühlte er sich instinktiv an, fast vernünftig, und setzte sich ohne Widerstand oder Warnung in ihren Gedanken fest.
