Damals war die Entscheidung, keine Kinder zu haben, fortschrittlich, durchdacht und sogar aufgeklärt gewesen. Sie bezeichneten die Entscheidung als bewusste Freiheit, als gegenseitige Unterstützung und als moderne Wahl. Was wäre, wenn er seine Meinung geändert hätte? Was, wenn er mehr zum Leben brauchte als das, was er mit ihr teilte?
Laura fragte sich, ob das Fehlen von Kindern eine Distanz geschaffen hatte, die sie nie vorausgesehen hatte. Ohne Kinder gab es weniger erzwungene Abwägungen, weniger gemeinsame Anker. Das Leben verlief leicht parallel. Das Schweigen wurde bequem, dann dauerhaft, bis die Abwesenheit selbst sich normal, unhinterfragt und seltsam unsichtbar zwischen ihnen anfühlte.
