Zwei Wochen lang widersetzte sie sich Toms Rat. Sie dachte immer wieder: „Das ist meine Schwester. Wir sind im selben Haus aufgewachsen. Unsere Mutter ist gerade gestorben. Ein einziges ehrliches Gespräch könnte das doch sicher wieder in Ordnung bringen.“ Sie ging immer wieder den gleichen Weg, so wie man einen blauen Fleck immer wieder drückt, weil man sich vergewissern muss, dass er noch da ist.
Schließlich rief sie Sherry Okafor, eine Anwältin, an, wobei sie es als Informationsbeschaffung darstellte, nicht als Konfrontation. Sherry hatte eine ruhige, unaufgeregte Art, die Sarah sowohl beruhigend als auch ein wenig beunruhigend fand. Sie überprüfte alles und sagte nur sehr wenig. Sie bat Sarah, am Donnerstag wiederzukommen. Sarah ging nach Hause und schlief kaum.
